Osteopathie

(Altgr. osteon – Knochen / pathos – Leiden)

Seit 1885 wird diese ganzheitliche Methode, begründet von Andrew Tayler Still (USA) am Menschen angewendet. Seit 70 Jahren werden Pferde und mittlerweile auch Hunde mit dieser manuellen Therapie behandelt.

Die Osteopathie geht davon aus, dass sich innere Funktions- und Organstörungen durch Gelenkblockaden und Störungen am Bewegungsapparat äußern.

Die philosophischen Annahmen der Osteopathie

  • Die Rolle der Arterie ist grundlegend.
  • Der Körper funktioniert als Einheit.
  • Die Funktion bestimmt die Körperstruktur und umgekehrt.
  • Der Körper besitzt die Fähigkeit zur Selbstregulierung.

Nach Andrew Tayler Still hängen alle Körperfunktionen von der Versorgung durch das Gefäß- und Nervensystem ab.

Arterienverkalkung, blockierte Gelenke oder verspannte Muskeln können den Blutkreislauf und das Funktionieren des Lymphsystems behindern und so führen zu Symptomen.
Der Körper versucht dann, auftretende Störung zu kompensieren.
» Teufelskreis Schmerz

Andrew Tayler Still vermutete schon damals, dass den Faszien eine besondere Bedeutung zukommt. Er sagte, die Seele und Steuerung liege in den Faszien. Heutige, schulmedizinische Wissenschaftler sind auf dem besten Weg, dies 150 Jahre später zu bestätigen.

Verklebte Faszien blockieren die Rezeptoren, da sich die meisten Nervenendigungen in den Faszien befinden und Informationen ans Gehirn senden. Gelenkstrukturen werden aufeinander geschoben, was wiederum zu Verschleiß und Verletzungen führt. >> Teufelskreis Schmerz

Des Weiteren können laut John E. Upledger* abgespaltene Energien vorliegen. Ursachen sind häufig körperliche Traumata, schwere Infektionen verbunden mit Emotionen. Dies tritt dann oftmals als Lipom zu Tage.

 

*John E. Upledger (1932 – 2012) osteopathischer Arzt, welcher sein Leben der Forschung und der Lehre der Cranio-Sacral-Therapie widmete.

Buchempfehlung:

Auf den inneren Arzt hören (John E. Upledger)

Anwendungsgebiete der Pferdeosteopathie und Hundeosteopathie

unter » Indikationen